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Frank P. - Meine Laufberichte






31.07.2004 - City-Nacht über 10 km

Ein grandioses Rennen!

Eigentlich sah ich vor dem Lauf für meine ursprüngliche Zielzeit Sub40 eher schwarz. Sämtliche Laufzeitenprognosenrechner sagten mir nach meiner am äußersten Limit gelaufenen Havellaufzeit von vor zwei Wochen eine Zeit zwischen 40:20 und 40:36 voraus. Beim Intervalltest am Mittwoch schaffte ich nur mit Mühe 3:55 und 4:00 auf 2 x 1000m und brach dann das Intervall-Training ab. Wie sollte ich 10 solcher Splits nonstop laufen, wenn ich nach zweien schon nicht mehr konnte? Meine einzige Hoffnung waren die Adrenalinschübe. Schließlich habe ich im Wettkampf schon so oft Leistungen geschafft, die ich im Training nie erreichte.

Die Vorbereitung am Wettkampftag war wohl ziemlich ideal: Gleich früh schon den Chip fest gemacht, Mittags eine große Menge Spaghetti gegessen und keine Pizza und den ganzen Nachmittag viel getrunken. Dann sehr frühzeitig mich bereits zum Startbereich aufgemacht (vor 19 Uhr), wo auch schon die ersten Foris versammelt waren. So konnte dann alles Nötige ohne Stress und Hektik erledigt werden: Startnummer geholt und befestigt, noch zwei kleine Bananen gegessen, Wasser getrunken und gelassen, Rucksack weg gebracht, eingelaufen.

In der Startaufstellung stand ich genau zwischen dem 35- und 40-Min.-Schild in der Mitte. Rechts neben mir Rennmaus, neben Rennmaus Marco S, links neben mir Marathonjez, ganz links außen, aber in der selben Reihe archie. Vor uns Hübi. Nach dem Startschuss musste man sich erst einmal den Weg frei laufen, aber nach etwa einem km konnte man flüssig rennen. Zunächst dachte ich, Hübi könnte eine gute Orientierung sein, aber noch vor dem ersten km-Schild zog ich an ihm vorbei. Rennmaus und Marco sah ich nicht, aber Marathonjez hatte schon ein paar Meter auf mich gut gemacht. Den ersten km stoppte ich in 3:40, den zweiten in 4:00. Komisch, hatte ich doch das Gefühl, dass ich beide km gleich schnell gelaufen bin?

Auf dem Verbinder zwischen Ku’damm und Kantstr. sah ich das Fori-Singlet von Rennmaus, während ich Marathonjez nicht mehr sah. Vermutlich war mein Tempo wohl zu schnell, dachte ich mir, wenn Rennmaus kaum schneller als ich ist. Trotzdem behielt ich meinen Rhythmus bei und kam Rennmaus immer näher. Plötzlich lief dann auch Marathonjez wieder neben mir, der jedoch wieder anzog und sich von mir langsam absetzte, während ich aber mit Rennmaus in der Kantstr. schon gleichauf lief. Meine Splits auf der ersten Hälfte müssen wohl so 3:53 im Schnitt gewesen sein. Viel zu schnell, denn ich fühlte mich schon ganz schön geschafft. Kein Wunder!
Nach der Hälfte der Strecke, Rennmaus war mittlerweile schon hinter mir, nahm ich mir vor, keinesfalls mehr einen km schneller als im 4er Schnitt zu laufen, da ich andernfalls vermutlich zusammenbrechen würde. Die Wasseraufnahme am Ku’damm erfrischte meine trockene Kehle.

Nur noch die letzen 5 km im 4er oder auch 4:05er Tempo durchhalten! Aber das musste erst noch geschafft werden. Von km zu km wurde es anstrengender. Nach der letzten Wende hieß es auf die Zähne beißen. Die letzten zwei km hoffte ich nur, nicht noch aus Kraftlosigkeit zusammenzubrechen, so nah lief ich am Limit. Aber irgendwie ging es doch noch bis ins Ziel. Die letzten 5 km lief ich wohl alle ziemlich genau im 4er Schnitt.
Nach dem Zieleinlauf wartete bereits Marathonjez auf mich, der ein super Rennen gelaufen war. Glückwunsch!

Ich war überglücklich, nicht nur unter 40 Minuten gelaufen zu sein, sondern das mit 39:25 sogar deutlich. Die Taktik, zu schnell los zu laufen, um dann den heraus gelaufenen Vorsprung ins Ziel zu retten, war nach dem Havellauf auch nun auch bei der City-Nacht von Erfolg gekrönt.
Die zahlreichen Zuschauer und die vielen Läufer motivierten ungemein.

Das Foritreffen am Wasserklops und vor allem danach im Biergarten war richtig gut. Dort war das Sommerwetter sehr willkommen.

Ein wunderbarer Abend!

Gratulation allen Finishern! Unser Abschneiden war ja recht unterschiedlich.
Diejenigen, die nicht mit sich zufrieden waren, werden auch wieder bessere Rennen laufen, und für die anderen freue ich mich mit.











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