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Frank P. - Meine Laufberichte






24.04.2005 - rbb-Drittelmarathon

Der rbb-Drittelmarathon sollte der erste Wettkampf in diesem Jahr sein, den ich volle Pulle laufen wollte. Da ich urlaubsbedingt spät ins Trainingsjahr eingestiegen bin und noch meine Form aufbauen musste, lief ich Ende März die 33,333 km auf Sylt und diesen Monat die beiden Halbmarathons in Berlin und im Spreewald nicht ganz am Limit. Dies sollte heute anders werden.

Im Vorhinein dachte ich, dass vielleicht ein 4:20er Tempo angemessen wäre. Ein noch schnelleres Tempo traute ich mir nicht unbedingt zu, zumal ich auch noch kein Tempotraining in diesem Jahr gemacht habe.

Da ich mich im Forum mit einer Zeit über einer Stunde nicht mehr hätte blicken lassen dürfen (siehe Postings weiter oben), war ich also wohl oder übel gezwungen, schneller zu laufen. 4:15 Min/km musste es schon sein, hatte ich mir ausgerechnet, um unter einer Stunde zu bleiben. Aber ob ich das wirklich angehen sollte?

Nachdem ich mich mit Mary und Ralph aka Marathonjez zum warm laufen getroffen hatte (siehe Lolas Fotos) und mit Ralph noch mal extra, bin ich mit ihm zusammen in den Startblock gegangen. Wir standen sehr weit vorn, etwa in der fünften Reihe, zwei bis drei Meter vor der roten Matte. Neben mir stand Lennart Sponar, und vor Ralph stand Bianca Meyer. Ich sagte noch zu Ralph, dass Bianca Meyer für mich, wenn ich in Top-Form war, immer eine gute Orientierung bei Wettkämpfen war.
Nach dem Startschuss ist Sponar wie eine Pistole losgeschossen. Ich versuchte erst einmal, in der Nähe von Bianca Meyer zu bleiben, aber nur für ein paar Hundert Meter. Ralph hat es dagegen geschafft, bis zum Schluss immer in ihrer Nähe zu bleiben und ist somit zu einer großartigen 54er Zeit gekommen.
Auf dem Bild, das Lola von uns auf der Glienicker Brücke machte, ist Bianca Meyer übrigens ganz rechts zu sehen.

Den ersten km lief ich unter vier Minuten, den zweiten genau vier Minuten. Viel zu schnell, aber noch fühlte ich mich gut. Ich musste mir aber selbst sagen, dass ich nicht einen 10er, sondern einen 14er laufe. So nahm ich etwas Tempo raus, schaffte es aber immer noch nicht, das angestrebte 4:15er Tempo zu laufen. Die km-Zeit war immer noch näher an 4 als an 4:15. Die Strecke war aber auch so wunderschön. Und das Wetter erst: Ein Traum für jeden Wettkampfläufer!

Etwa zur Hälfte des Rennens hatte ich Bedenken, ob es nicht zu einem Einbruch kommen würde. Einige Läufer überholten mich auch, aber noch immer war kein km langsamer als 4:15. In Babelsberg hatte ich mich wieder einigermaßen gefangen. Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden, der mir zwar alles abverlangte, den ich aber doch bis ins Ziel zu schaffen hoffte. Bei km 10 hatte ich eine Zeit von 41:15. Eine schnellere Zeit hätte ich mir für einen ausschließlichen 10er im Moment auch nicht ausgerechnet. Ein klein wenig ungutes Gefühl hatte ich, da ja noch vier km zu laufen waren. Aber auch diese letzten vier km konnte ich, ohne langsamer zu werden, durchstehen. In der Karl-Marx-Str. konnte ich mich sogar weiter konsolidieren. Zum einen vielleicht deshalb, weil ich nun ein konstantes Tempo lief, zum anderen, weil die noch zu absolvierenden km immer weniger wurden und ich mir schließlich sicher war, keinen Einbruch mehr zu erleiden.

So bin ich dann mit konstantem Tempo bis ins Ziel durchgelaufen. Galanterweise habe ich beim Zielsprint sogar die fünfte Frau noch vorbei ziehen lassen.

Ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten, dass ich nicht nur unter einer Stunde, sondern sogar noch mal zwei Minuten schneller laufen könnte. Mit 57:59 bin mehr als hoch zufrieden! Das macht einen Schnitt von 4:07 Min./km. So schnell war ich beim beim Havellauf noch nie. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass die schnelle Strecke und das fantastische Laufwetter entscheidend zu dieser guten Zeit beigetragen hat.

Es sind heute überhaupt tolle Zeiten gelaufen worden: Lennart Sponar hat den Streckenrekord vom letzten Jahr um fünf Minuten verbessert. Der Zweitplazierte war auch noch zwei Minuten schneller als der letztjährige Sieger.
Mary ist mit 1:23 fast 20 Minuten schneller gelaufen als letztes Jahr.
Eberhard Diepgen, der frühere Regierende, kam nach 1:30 ins Ziel, sah aber blass aus (aber war er nicht schon früher recht blass?).

Die Organisation war IMHO ganz hervorragend. Da kann man nicht meckern.

Nach Ende der Veranstaltung war ich noch mit Mary in dem Biergarten, an dem wir nach km 13 vorbei gelaufen ist. Dort bin ich schon oft vorbei gelaufen und wollte dort schon lange mal einkehren. Es war ein wunderbarer Abschluss eines perfekten Wettkampftages!

Hier sind die Fotos Fotos von Lola inkl. Filmchen zu sehen!











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