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06.07.2008 Wasserlauf 10 km
Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass meine Startnummer bei der Ausgabe für mich bereit liegen würde. Schließlich hatte ich, obwohl ich mich am Dienstag und damit noch einen Tag vor Ablauf der Meldefrist online bei Davengo angemeldet hatte und obwohl Davengo das Startgeld am Donnerstag schon abbuchte, noch keine endgültige Meldebestätigung erhalten, lediglich eine vorläufige. Bei Davengo stand unter meinem Online-Status immer noch Warten auf Zahlungseingang und in der Teilnehmerliste war ich nicht zu finden. Daher ging ich davon aus, dass dem Veranstalter meine Meldung noch gar nicht weiter geleitet wurde und ging daher bewaffnet mit dem Ausdruck der vorläufigen Meldebestätigung und meinem Kontoauszug zur Startnummernabholung. Barbara, die ich kurz zuvor getroffen hatte, stand an meiner Seite um zu bestätigen, dass ich tatsächlich derjenige bin, dessen Name auf dem Kontoauszug und der vorläufigen Meldebestätigung stand. Aber diese Vorsichtsmaßnahmen waren unnötig. Mein Name stand in der dem Veranstalter vorliegenden Starterliste und die Startnummer lag ebenfalls für mich bereit, allerdings ohne Vornamensaufdruck, was uns aber erst nach dem Lauf auffiel und nicht schlimm ist.
Für den Lauf hatte ich mir vorgenommen, alles zu geben (wie fast immer) und zu laufen, was im Moment möglich ist. Die 41:17 vom letzten Jahr wollte ich gern bestätigen, auch wenn ich dieses Mal ohne Pacer an den Start gehen musste. Dafür lief ich aber heute erstmals mit meiner neuen Armbanduhr, mit der ich die einzelnen Kilometerzeiten stoppen und speichern kann. Damit sollte ein gleichmäßiges und optimal dosiertes Laufen sichergestellt werden. Aber das konnte ich vergessen, da die Kilometerschilder vollkommen falsch standen und teilweise sogar fehlten. Für die ersten beiden Kilometer benötigte ich angeblich genau sieben Minuten. Den dritten Kilometer lief ich in 4:24 und für km 4 und 5 benötigte ich zusammen 8:20 Minuten. Die 19:44 Min. Gesamtzeit nach der Hälfte der Strecke ließen theoretisch eine Zeit unter 40 Minuten erwarten, aber erstens war mir zu dem Zeitpunkt klar, dass ich, wie im letzten Jahr, in der zweiten Hälfte bei auch diesmal wieder sommerlichem Wetter das Tempo der ersten Hälfte nicht mehr würde halten können und zweitens konnte man den Kilometerschildern ja sowieso nicht trauen.
Den sechsten Kilometer lief ich dann, obwohl ich Tempo raus nahm, in 3:47. Km7 dann in 5:47. Im siebenten Kilometer war allerdings auch die Getränkeaufnahme, die ich zwar im Laufen erledigte, wo ich aber doch Zeit verlor.
In der Zwischenzeit hatte sich das Feld auch längst ganz gut auseinander gezogen. Unmittelbar vor mir verfolgte ich das spannende Duell der beiden führenden Frauen: Die eine lief zunächst allein vor mir, während die andere mich bei Höhe Hauptbahnhof überholte und zur Führenden aufschloss. Attacken habe ich dann keine wahrgenommen. Sie ließen es auf einen Zielsprint ankommen, den die lange Führende schließlich mit einer Sekunde Rückstand verlor. Den Zielsprint konnte ich leider nicht gut verfolgen, da die beiden am Ende noch mal richtig Gas gegeben hatten und einen Vorsprung von 15 Sekunden im Ziel auf mich heraus gelaufen hatten und weil ich mit mir selbst beschäftigt war. Es hat sich zumindest aber niemand weiteres vor mich schieben können auf den letzten Kilometern.
Bei Kilometer 8 am Kanzleramt überholte mich ein Brasilianer, um sich dann sofort vor mich zu setzen und mich aus zu bremsen. Als ich dann wieder vorbei wollte, um meinen Rhythmus zu behalten, drehte er plötzlich wieder auf und schob sich wieder vor mich, um dann wieder langsamer zu werden. Dieses Procedere wiederholte sich noch zwei weitere Male, bis mir der Kragen platzte und ich ihn anfuhr, dass er endlich mal gleichmäßig laufen solle. Davon war er wohl so eingeschüchtert, dass er mich vorbei ließ und es bis zum Ziel nicht mehr wagte, mich wieder zu überholen. Verstanden hatte er mich jedoch nicht, wie ich bei der Diskussion mit ihm danach fest stellte, denn außer Danke konnte er kein deutsches Wort.
Kilometer Splits Gesamt 1-2 7:00:00 3 4:23:82 11:23:82 4-5 8:20:11 19:43:93 6 3:47:33 23:31:26 7 5:47:66 29:18:92 8-9 8:34:96 37:53:88 10 3:01:88 40:55:76 Nachdem mir für die Kilometer acht bis neun 8:35 Min. angezeigt wurden mit einer Gesamtzeit von 37:54, sah ich die angestrebte 41er Zeit sehr in Gefahr, was eine Enttäuschung gewesen wäre, denn ich war schon ziemlich kaputt und war mir nicht sicher, ob ich den letzen Kilometer noch in 4:05 schaffen könnte. Also biss ich noch einmal auf die Zähne und gab alles. Angeblich bin ich den letzten Kilometer in 3:02 gelaufen, was natürlich, wie alle Zwischenzeiten, ein Witz ist.
Barbara hat eine schöne Bildreportage gemacht!
Kein Witz aber ist meine Endzeit von 40:56 Minuten.
Das war erst mein zehnter 10er mit einer Endzeit unter 41 Minuten und mein erster 10er unter 41 Minuten, der nicht bei der City-Nacht oder auf der High-Speed-Strecke zwischen Falkensee und Spandau gelaufen wurde. Damit war ich noch 21 Sekunden schneller als im letzen Jahr! Und die Strecke war wohl eher zu lang als zu kurz, wie Barbaras und Doros Geräte übereinstimmend ausgaben.
Insgesamt wurde ich 25. (23. M. und 6. AK) von 568 Finishern.
Es hat mir heute wieder großen Spaß gemacht. Abgesehen von den Kilometerschildern war der Lauf auch dieses Jahr wieder gut organisiert. Sogar der Bürgermeister war da.
Die Strecke ist einfach zu schön!
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