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25.09.2022 Berlin-Marathon
Mein 50. Marathon und 33. Berlin-Marathon
Auch das Jahr 2022 stand gesundheitlich für mich unter keinem guten Stern. Nachdem ich wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel bei den 25 km von Berlin im Mai lange nicht trainieren konnte und erst im Juli so weit war, mit dem Training zu beginnen, ereilte mich trotz guter Impfung eine Corona-Infektion mit leider keinem wirklich milden Verlauf. Somit konnte ich erst im August vorsichtig mit dem Training beginnen. Für meinen 37-km-Part bei der ForumTeam-4er-Staffel beim Mauerweglauf benötigte ich am 13. August fünfeinhalb Stunden, wovon ich rund 10 km walkte. Zum Berlin-Marathon sechs Wochen später sollte es dann aber doch eine Zeit unter fünf Stunden ohne Walking-Kilometer werden.
Die verbleibende Zeit bis zum BM konnte ich noch recht gut mit Training ohne gesundheitliche Rückschläge nutzten. Ich war mir fast sicher, dass ich das oben genannte Ziel erreichen würde und formulierte das Ziel mit 4:35 Stunden noch etwas konkreter und ehrgeiziger. Meine All-Time-Worst von 2019 von 4:44 Stunden sollte auch meine All-Time-Worst bleiben.
Die langen Trainingsläufe bin ich im 6:45er Schnitt gelaufen und auch bei den kurzen Läufen bin ich nie schneller als 6:30 im Schnitt gelaufen. Dennoch traute ich mir zu, einen 6:30er Schnitt über 42 km beim BM durchzuhalten.
Beim wie immer sehr netten Fori-Vorabendtreff fragte ich Annemarlen, mit der ich 2019 komplett und 2021 knapp 10 km gemeinsam den BM lief, ob wir auch dieses Jahr wieder zumindest gemeinsam starten wollen und wir verabredeten uns.
Am Marathon-Tag herrschte bereits am Morgen schönes Wetter. Wie immer bin ich entspannt mit dem Fahrrad die drei Kilometer zum Start-Ziel-Gelände gefahren. Da wir aus Block G mit der dritten Startwelle um 10:05 Uhr loslaufen wollten, musste ich gar nicht so früh dort sein. So etwa eine Stunde vorher betrat ich das Gelände, kurz vor dem Start der ersten Welle mit Kipchoge, Franzi, J.R. u.a. Vom Startschuss habe ich aber nichts mitbekommen. Überhaupt empfand ich alles als sehr entspannt. Ich war sehr froh, bei diesem tollen Event bei herrlichem Wetter gesund und noch einigermaßen mit Form dabei sein zu können.
Obwohl es bereits mein 33. Berlin-Marathon war, lässt die Freude, bei diesem Rennen dabei zu sein, nicht nach, auch wenn ich längst nicht mehr persönliche Bestzeiten laufen kann.
Die ersten 10 km gemeinsam mit Annemarlen waren sehr schön. Den angestrebten 6:30er Schnitt bekamen wir ganz gut hin. Dennoch wollte Annemarlen ein ganz klein wenig Tempo herausnehmen, während es für mich passte. Daher trennten wir uns kurz vor km10.
Auch danach hat der Marathon weiterhin großen Spaß gemacht. Ich fühlte mich gut und konnte das Drum und Dran sehr bewusst wahrnehmen. Die Stimmung fand ich in diesem Jahr besonders gut, was zum einen vermutlich am schönen Wetter lag und zum anderen an der Tatsache, dass es nach drei Jahren endlich wieder einen Marathon ganz und gar ohne Corona-Beschränkungen gab.
Gneisenaustraße, km19. Foto von Natalie Raima
Nach etwa der Halbmarathon-Distanz merkte ich dann doch, dass die Beine etwas müde wurden. Die Stärkung am Foristand kurz vor km25 mit gesalzenen Kartoffeln und alkoholfreiem Bier aus dem Glas tat dann sehr gut. Herzlichen Dank! Ganze vier Minuten verbrachte ich am Stand bei harriersand, ddo und hilgert, was mir aber überhaupt nicht leid tat. Da eine Zielzeit von unter viereinhalb Stunden ohnehin nicht drin war, war es mir völlig egal, ob am Ende eine 4:33 oder eine 4:37 auf der Urkunde stehen würde.
Mit neuer Energie lief ich daraufhin weiter. Diese Energie reichte für etwa fünf Kilometer. Danach wurde es wieder anstrengend. Der Babs-Point bei km29 war gar nicht mit Babs besetzt sondern mit BK, der mir aber mitteilte, dass Babs gerade auf der anderen Seite war und sich unterhielt. Mit Rufen konnte ich mich aber bemerkbar machen. Ein paar hundert Meter weiter, wo Hübi stand, musste ich auch erst einmal laut rufen, damit Hübi, der sich ebenfalls gerade mit jemandem unterhielt, mich bemerkte. Wenn man so spät vorbeiläuft, ist es für die Zuschauenden offensichtlich ermüdend, so lange konzentriert nach Bekannten zu achten. ;-)
Die letzten 12 Kilometer musste ich dann doch auf die Zähne beißen, um das Tempo zu halten. Geringfügig bin ich tatsächlich langsamer geworden. Bereinigt um die vier Minuten beim Foristand bin ich die zweite Hälfte aber nur zwei Minuten langsamer gelaufen als die erste.
Zum Ende hin war die Sonne dann doch etwas belastend, zumal die Temperaturen ein paar Grad höher waren als noch am Morgen beim Start. Aber ich will mich nicht beschweren.
Den letzten Kilometer des Marathons Unter den Linden, durchs Brandenburger Tor und bis zur Ziellinie habe ich diesmal sehr gut genießen können, da ich mich nicht für irgendeine ehrgeizige Zeit beeilen musste.
Mit 4:37:16 Stunden bin ich sehr zufrieden. Es war mein 50. reiner Marathon insgesamt und nicht der langsamste, sondern nur der zweitlangsamste. ;-)
Gefreut hat es mich, auf der Reichstagswiese mit Franzi, J.R., hilgert, Annemarlen und Hosiannarunner fast alle beteiligten Foris noch getroffen zu haben. Ein schöner Abschluss eines wunderbaren Tages.
Kilometer Splits Gesamt 1 6:09 0:06:09 2 6:25 0:12:34 3 6:36 0:19:10 4 6:26 0:25:36 5 6:28 0:32:04 6 6:40 0:38:45 7 6:25 0:45:09 8 6:26 0:51:36 9 6:27 0:58:03 10 6:25 1:04:27 11 6:19 1:10:46 12 6:21 1:17:07 13 6:20 1:23:27 14 6:29 1:29:56 15 6:28 1:36:24 16 6:20 1:42:44 17 6:24 1:49:08 18 6:30 1:55:38 19 6:19 2:01:58 20 6:43 2:08:42 21-22 12:37 2:21:19 23 6:33 2:27:52 24 6:26 2:34:18 25 10:47 2:45:05 26-27 12:50 2:57:55 28 6:38 3:04:33 29 6:30 3:11:03 30 6:21 3:17:24 31 6:37 3:24:01 32-33 12:55 3:36:57 34-35 13:05 3:50:01 36 6:41 3:56:42 37 6:29 4:03:11 38 6:49 4:10:00 39 5:55 4:15:55 40 7.10 4:23:06 41 6:29 4:29:35 42 6:29 4:36:03 Ziel 1:15 4:37:18
Quelle: https://berlin.r.mikatiming.com/2022/?content=detail&fpid=search&pid=search&idp=HCH3C0OH4E56E&lang=DE&event=BML&search%5Bstart_no%5D=674&search_event=BML
Foto der Startnummer
Foto der Rückennummer
Gneisenaustraße, km19. Foto von Natalie Raima, Ausschnitt
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