Home | Wettkampfergebnisse | Bestzeiten | Laufberichte | Kontakt | Gästebuch
24.09.2023 Berlin-Marathon
Mein bester Marathon seit vier Jahren
In der ersten Jahreshälfte hatte ich immer wieder leichte gesundheitliche Probleme, dieselben, die mich schon die letzten Jahre plagen: Achillessehne, Muskulatur. Da ich den Eindruck hatte, dass die Probleme größer werden, je mehr ich trainiere, hatte ich in der ersten Jahreshälfte bewusst nicht sehr viel trainiert, wenngleich dennoch regelmäßig meist 1x am Wochenende bis zu 10 km. Auch das Tempo war bei den Trainingseinheiten immer niedrig, i.d.R. zwischen 6 und 6:30 Min./km.
Stattdessen bin ich in der gesparten Zeit mehr Fahrrad gefahren, sehr gerne auch Rennrad. Etwa ab Juli steigerte ich schließlich das Lauftraining zu Lasten des Radfahrens, da der Termin des Berlin-Marathons immer näher rückte. Zu meiner Freude erhöhten sich die gesundheitlichen Beschwerden nicht, eher im Gegenteil. Dennoch achtete ich darauf, die Trainingsumfänge sehr behutsam weiter zu steigern. Drei lange Läufe hatte ich hinbekommen zwischen 30 und 32 km, aber das Trainingstempo wurde dabei nicht schneller. Erst in der Woche vor dem Halbmarathon in Berlin-Reinickendorf am 3. September ist mir ein Trainingslauf deutlich unter 6er Schnitt gelungen. In Berlin-Reinickendorf konnte ich fast dieses Tempo auf Halbmarathon im Wettkampf laufen, weshalb ich zuversichtlich war, beim Berlin-Marathon dieses Jahr zumindest besser als die letzten vier Jahre abzuschneiden. Eine Zeit um die 4:20 Std. inkl. fünf Minuten Stopp am Foristand hielt ich für realistisch und war schließlich auch meine Zielsetzung.
Dieses Jahr musste ich zum ersten Mal aus der letzten Startreihe um 10:30 Uhr starten, 75 Minuten später als die Ersten. Das einzig Positive daran war, dass ich vor meinem Check-in in das Eventgelände noch Zeit hatte, an der Schweizerischen Botschaft vor km7 die Führungsgruppe um Kipchoge vorbeilaufen zu sehen.
Kurz vor dem Start. Foto von Bertold Rämisch.
In mein Startfeld begab ich mich erst, als die sich bereits dort Befindenden zur Startlinie vorgehen durften. Man wurde dann auch vorn seitlich reingelassen. So gelang es mir, innerhalb dieser späten Startwelle sehr weit vorn zu stehen. Nur genau eine Minute nach dem Start-Buzzer, der erstmals statt Pistolenschuss eingesetzt wurde, konnte ich bereits die Startmatte überqueren.
Nur kurz nach dem Start wurden wir Läufer, die auf der linken Seite der Straße des 17. Juni liefen, auf die rechte Seite umgeleitet. Der Grund war, dass die linke Fahrbahn mit noch nicht trockener orangener Farbe großflächig verschmutzt war. Mir war sofort klar, dass die letzte Generation dafür verantwortlich war. Zum Glück ist dieser Gruppe keine größere Störung des Berlin-Marathons gelungen und es gab durch diese Fahrbahnverengung auch keinen Stau.
Meine geplanten Splits sollten zwischen 6 und 6:10 Min./km liegen. Das hatte ich so ausgerechnet und auch gegenüber einigen Interessierten, z.B. dem Foristand mit der voraussichtlichen Eintreffzeit, angesagt. Die ersten Kilometer lagen aber alle zwischen 5:50 und 6 Min./km. Da dieses Tempo sich gut anfühlte und ich den Eindruck hatte, dass es für mich passte und ich es für möglich hielt, es auch bis zum Ende durchzuhalten, lief ich einfach so weiter. Zunächst hat es auch wunderbar geklappt. Ich hatte Spaß und konnte den Marathon richtig gut genießen. Das Wetter war mit den im Verglich zu den Vortagen nicht mehr so hohen Temperarturen (bis max. 20°C.), aber dennoch Sonnenschein, sehr angenehm. Es war mir in diesem Jahr ein besonders großes Vergnügen, den Berlin-Marathon mitzulaufen mit den vielen Zuschauern und der guten Stimmung. Bei meiner 34. Teilnahme bin ich, glaube ich, so häufig fotografiert worden wie noch nie. Sehr schöne Bilder sind entstanden, wie Ihr selbst sehen könnt.
Noch sehr entspannt in der Gneisenaustraße nach km19. Foto von Natalie Raima.
Gneisenaustraße nach km19. Foto von Natalie Raima.
Yorckbrücken, km21. Foto von uliraffel.
Yorckbrücken, km21. Foto von uliraffel
Am Kleistpark vor km22. Foto von Aglaya Polomarchuk.
Am Kleistpark vor km22. Foto von Aglaya Polomarchuk.
Kurz vor dem Foristand km25. Foto von Isarläufer
In Erwartung auf das kühle Bier am Foristand. Foto von Isarläufer
Am gut besetzten Foristand vor km25 habe ich einen geplanten etwa 5-minütigen Kartoffel- und Bierstopp eingelegt. Das hat gut getan.
Am Foristand km25. Foto von hilgert
Das kühle Bier am Foristand tut gut. Foto von Isarläufer
Die zweite Hälfte des Marathons wurde allerdings anstrengender und ich konnte das Tempo der ersten Hälfte nicht mehr halten. Ich musste letztlich doch auf das eigentlich von Anfang an geplante Tempo zwischen 6 und 6:10 Min./km übergehen. Insbesondere auf den letzten 10 Kilometern war es dann eher ein Kampf als ein Genuss und ich musste große Mühe aufbringen, nicht noch langsamer zu werden. Wäre ich die erste Hälfte so gelaufen wie geplant, hätte ich wahrscheinlich auch kein schlechteres Endergebnis erzielt und hätte den Lauf am Ende besser genießen können.
Kurz vor km 30 am Roseneck mit André Ruess. Foto von Hübi
Am Kämpfen in der Leipziger Straße bei km 39. Foto von Natalie Raima.
Zum Winken reicht die Energie noch bei km 39. Foto von Natalie Raima.
Leipziger Straße, km 39. Noch drei Kilometer. Foto von Natalie Raima.
Ab 2:55 laufe ich durchs Brandenburger Tor vor km42. Clip von Aglaya Polomarchuk.
Nach 4:19:03 Stunden erreichte ich um 14:50 Uhr das Ziel. Bis Mitte des Rennens dachte ich sogar, dass ich noch etwas eher ins Ziel kommen würde. Aber letzten Endes habe ich genau die Zeit, die ich mir als Ziel gesetzt hatte, erreicht und somit bin ich sehr zufrieden. Ich habe großen Spaß gehabt und die Gesundheit hat auch mitgespielt. Was will ich mehr?
Auf der Reichstagswiese mit J.R. Foto von hilgert.
Kilometer Splits Gesamt 1 5:54 0:05:54 2 5:51 0:11:45 3 5:58 0:17:43 4 5:58 0:23:40 5 5:57 0:29:38 6 5:59 0:35:36 7 5:45 0:41:21 8 5:57 0:47:18 9 5:57 0:53:15 10 5:54 0:59:09 11 5:47 1:04:56 12 5:52 1:10:48 13 5:51 1:16:39 14 5:54 1:22:33 15 6:13 1:28:46 16 5:51 1:34:38 17 5:58 1:40:36 18 6:02 1:46:38 19 5:53 1:52:31 20 6:14 1:58:44 21 5:57 2:04:41 22 5:56 2:10:37 23 6:07 2:16:44 24-25 16:48 2:33:32 26-27 12:02 2:45:34 28 6:15 2:51:49 29 6:06 2:57:55 30 6:39 3:04:34 31-32 12:14 3:16:48 33 6:07 3:22:56 34-35 12:11 3:55:07 36 6:12 3:41:18 37 5:59 3:47:17 38 6:17 3:53:34 39 6:07 3:59:42 40 6.12 4:05:53 41 6:05 4:11:58 42 6:00 4:17:58 Ziel 1:07 4:19:05
Quelle: https://berlin.r.mikatiming.com/2023/?content=detail&fpid=search&pid=search&idp=HCH3C0OH7AD36&lang=DE&event=BML&event_main_group=BMW+BERLIN+MARATHON&search%5Bstart_no%5D=674&search_event=BML
Quelle: https://berlin.r.mikatiming.com/2023/?content=detail&fpid=search&pid=search&idp=HCH3C0OH7AD36&lang=DE&event=BML&event_main_group=BMW+BERLIN+MARATHON&search%5Bstart_no%5D=674&search_event=BML
Medaille mit Brandenburger Tor. Foto Hübi
zurück nach oben